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Rennbericht VLN #8 2018

Kappeler Motorsport feierte im vorletzten Saisonrennen der VLN 2018 einen unglaublichen Arbeitssieg in der Klasse SP7.

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Das Wochenende war durchsetzt von schwierigen und herausfordernden Bedingungen. In den Trainingsrunden am Freitag versetzte der Porsche 911 GT3 Cup das Team mit starker, aber temporärer Rauchentwicklung einen Schock. Das Qualifikationstraining am Samstag glich einem Glücksspiel – die Strecke war teilweise nass und risikoreich, so dass das gesamte Training mit durch Ausfällen geschuldeten Code 60 Phasen durchsetzt war.

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Die schnellste Runde lag mit einer 9:23 eine Minute über der potentiell erreichbaren Zeit, was dem zweiten Platz in der Klasse entsprach. Unter diesem Druck beschleunigte Thomas Gerling (Uchte) auf der schnellsten Runde wenige Meter vor einer grünen Flagge, die eine Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben hatte – die Rennkommissare greifen hier konsequent durch und versetzten das Team aus Bad Saulgau auf den letzten Platz in der ersten Startgruppe.

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So startete Thomas Gerling im Rennen vom ungewohnten 50. Platz. Üblicherweise werden die ersten Runden eines 4-Stunden Langstreckenrennens eher clever und defensiv angegangen, doch in dieser Position musste Thomas Gerling schnellstmöglich zu den Fahrzeugen des Wettbewerbs aufschließen. Die Bedingungen auf der Strecke waren nach wie vor sehr anspruchsvoll, einige Streckenabschnitte waren noch immer nass und der Gripverlust jenseits der Ideallinie sehr hoch. Thomas konnte seine Erfahrung auf der Nordschleife voll ausspielen und kehrte bereits unter den Top 20 und dem zurückeroberten zweiten Platz in der Klasse SP7 aus der ersten Runden zurück.

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Zum ersten planmäßigen Boxenstop übergab Thomas das Fahrzeug auf Gesamtrang 8 und in Klassenführung liegend an Willy Hüppi. Die Streckenbedingungen besserten sich zum zweiten Stint, jedoch lag der Porsche aufgrund von leichten Schäden am Unterboden nicht mehr optimal. Weiterhin war es aufgrund vieler Ausfälle und resultierenden Geschwindigkeitsbeschränkungen schwierig, einen Rhythmus auf der Strecke zu finden – dennoch meisterte Willy den Stint perfekt. Der Black Falcon Porsche mit der Startnummer 57 konnte zwar die Führung in der Klasse SP7 zurückerobern, doch Willy absolvierte konstant schnelle Runden, während er mit außergewöhnlich niedrigem Spritverbrauch einen taktischen Vorteil für das Team herausfuhr, der sich später als rennentscheidend beweisen sollte.

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Im letzten Stint übernahm Teamchef Thomas Kappeler das Lenkrad, und leitete die Aufholjagd auf den mit 3 Minuten in Führung liegenden Black Falcon Porsche ein. Der Abstand wurde konstant verkürzt, und es war bereits klar dass der Kappeler Porsche genügend Sprit an Bord hatte, und somit bis zum letzten Meter Druck erzeugen konnte. In den letzten Runden verkürzte sich der Abstand drastischer, Thomas Kappeler fuhr wie entfesselt und gewann mehrere Sekunden pro Sektor – es lag nahe, dass das Konkurrenzfahrzeug mehr und mehr gezwungen war, einen Kompromiss zwischen Rundenzeiten und Treibstoffmanagement zu suchen.

Die Anzahl der zu fahrenden Runden war erst klar, als die beiden in Gesamtführung liegenden Mercedes AMG GT3 nur 30 Sekunden vor Ablauf der Zeit die Ziellinie überquerten und damit eine weitere Runde über die Nordschleife einleiteten. Zu diesem Zeitpunkt war Thomas auf 18 Sekunden an den führenden der Klasse SP7 herangefahren, und konnte weiterhin voll attackieren. Schon im dritten Sektor war der Black Falcon Porsche in Sichtweite, und ein Überholvorgang erschien unausweichlich. Doch ca. 3km vor Ende des Rennens rollte die Nummer #57 mangels Treibstoff aus – der Klassensieg war geschafft!

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Das war ein Arbeitssieg! Das Gesamtpaket passt: Fahrzeug, Team und Fahrer sind geschlossen zu Höchstleistungen fähig.
(Thomas Gerling)

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One thought on “Rennbericht VLN #8 2018 Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Jungs und Mädels
    Bravo zu diesem tollen Erfolg und schönen Moment, den es zu geniessen gilt. Ihr habt gekämpft wie die Löwen, nicht nur an diesem Rennen sondern schon die ganze Saison. Qualität und Erfahrung werden sich auszeichnen und ihr seid der Beweis dafür. Es macht Freude, den Bericht zu lesen und mit Spannung sehen wir dem letzten Rennen entgegen. Herzliche Grüsse aus der Schweiz!
    Rapperswiler Löwen

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