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Willy’s Rennbericht: VLN 3/2016 – Die Kerle an der Spitze sind (noch) zu schnell – Platz 6

Cayman GT4 CS im Formationsflug
Cayman GT4 CS im Formationsflug

Liebe Freunde und Motorsport-Interessierte

Am letzten Samstag stand der 3. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife auf dem Programm.

Die Luft in der Porsche Cayman-Trophy ist sehr dünn für uns – wir sind uns dessen sehr bewusst – und versuchen deshalb auch unsere Grenzen nach Möglichkeit noch etwas nach oben zu verschieben.

VLN 3 / 2016:

Auch beim 3. Lauf bot sich nochmals die Möglichkeit zu einem zusätzlichen Trainingstag auf der Nordschleife, welchen wir natürlich nutzen wollten.

Unser gelber Burkhalter-Generali Cayman hatte bei meinem Ausflug in die Leitplanken beim 2. Lauf einige Blessuren am Fahrwerk davongetragen und bekam deshalb in den dazwischenliegenden zwei Wochen eine ganze Anzahl von Neuteilen transplantiert.

Der Cayman - frisch gebügelt nach meinem Ausrutscher vom 2. Lauf
Der Cayman – frisch gebügelt nach meinem Ausrutscher vom 2. Lauf

Freitagstraining

Nach einer etwas verlängerten Anreise am Donnerstag (wir standen wegen eines LKW-Unfalls über 3 Stunden auf der Autobahn A1 bei Dietikon) kamen Thomas Lampert und ich erst nachts um 01.00 Uhr an der Nordschleife an.

Trotzdem standen wir am Freitagmorgen Punkt 08.00 Uhr in der Box 16 bereit.

Für einmal hielt der Wettergott für die Nordschleife bis am Nachmittag wunderschönes Frühlingswetter bereit, während es in der Schweiz bereits aus Kübeln goss. Und so konnten Alex und ich bei besten Bedingungen unsere Runden auf der Nordschleife drehen und weitere Fahrpraxis auf dem Cayman gewinnen.

Race-Day

Am Samstag-Morgen dann wieder kühle 5 Grad Celsius, gepaart mit einem starken und böigen Nord-Ost-Wind. So ganz eindeutig war die weitere Wetterentwicklung nicht. Alles war möglich – aber das kennen wir inzwischen und es beunruhigt uns auch nicht mehr besonders.

Als Verstärkung unseres Teams griff Patrick Assenheimer beim 3. Lauf wieder bei uns ins Lenkrad, nachdem er am Freitag das erste Mal die Callaway-Corvette C7 aus dem ADAC-GT-Masters über die Nordschleife gescheucht hatte. Beim 4. Lauf zur VLN wird er damit am Start stehen.

Nach Abschluss des Qualifyings standen wir bereits zum dritten Mal in der laufenden Saison auf P3 und waren mit dieser Ausbeute sehr zufrieden.

Man schaue sich das Fahrwerk an – hard work
Man schaue sich das Fahrwerk an – hard work

Gemäss unserer Renn-Strategie würde Alex den Start fahren, das Auto nach 8 Runden an Patrick übergeben und ich würde als letzter Fahrer versuchen nach dem Schlussstint die gelbe Nr. 959 über die Ziellinie zu bringen.

Mit seiner grossen Rennerfahrung gelang Alex der fliegende Start einmal mehr mustergültig und er kämpfte praktisch den gesamten Stint um den 3. Platz im Trophy-Feld. Nach 7 Rennrunden übergab er an P3 liegend den Cayman an Patrick welcher ebenfalls seine 8 Nordschleifen-Runden ohne Probleme abspulte und dann das Auto für den letzten Fahrerwechsel in die Box brachte.

Mit dem Cayman vor den „Big Toys“ – aber gleich wird er vernascht von einem BMW M6 GT3
Mit dem Cayman vor den „Big Toys“ – aber gleich wird er vernascht von einem BMW M6 GT3

Nach weiteren 10 Rennrunden und einem dritten, sehr kurzen Boxenstopp für einen Splash and Dash konnte ich unseren Cayman schlussendlich ohne die geringsten technischen Probleme auf P6 ins  Ziel bringen.

„Splash and Dash“ und nochmals raus für die beiden Schlussrunden
„Splash and Dash“ und nochmals raus für die beiden Schlussrunden

Fazit

Wir sind nach 4 Stunden auf P6 ins Ziel gekommen und haben wiederum wertvolle Punkte für die Cayman Trophy 2016 gesammelt. Auch in der Zwischenwertung der Trophy belegen wir momentan den 6. Platz. Soweit alles im Planbereich.

Aber die Spitze ist ein ganzes Stück weit weg – im Moment für uns nicht in Reichweite.

Ihr merkt wohl – so richtig euphorisch tönt das nicht. Es liegt mir aber daran, diese Rennberichte authentisch und ehrlich zu verfassen und deshalb verberge ich hier meine leise Enttäuschung auch nicht.

Wir wussten zwar im Vorfeld der Saison, dass wir nochmals in einer anderen Liga antreten würden und dass wir wohl hartes Brot essen würden – nur wissen und erleben sind zwei verschiedene Paar Schuhe!

Rennfahrer wollen immer ganz vorne sein – aber ganz vorne ist halt nur für wenige Platz.

Aber wir geben nicht auf – wenn die Luft dünn ist muss man halt zum Höhentraining!

Höhentraining

Gesagt getan: Am Sonntagmorgen nach dem Rennen standen wir gemeinsam in Hahn bei Frankfurt auf der Kartrennbahn Hunsrückring. Alex hatte für uns ein Kart-Training organisiert. Kartfahren schärft das Fahrgefühl und den Popometer – beides unerlässlich um auch mit dem Rennauto schnell unterwegs zu sein. Und natürlich macht Rennkart-Fahren auch riesigen Spass!

Nach ca. 45 Minuten Fahrtraining begann es leider zu regnen und die Dreher mehrten sich – also zurück an die Box, wo Alex uns bereits auf den Stockzähnen lächelnd erwartete.

„Also wenn jemand auch noch im Regen fahren will, ich habe Regenreifen und Regenanzüge dabei!“

Eine Hand ging nach oben – Eine zusätzliche Trainingssession in strömendem Regen mit vielen Drehern und Ausflügen in die Botanik lasse ich mir doch nicht entgehen – Höhentraining eben!

Ausblick

Jetzt ist wieder etwas Pause in der VLN Langstrecken-Meisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife. Der 4. Lauf findet erst am 25. Juni 2016 statt.

Als zusätzliches Höhentraining werde ich wohl am 4. Juni 2016 auf dem Hunsrückring einen Lauf zur GTC (German Team Championships) im Rennkart bestreiten.

Wir tun einiges um in der VLN näher an die Spitze der Cayman Trophy ranzukommen – und haben auch viel Spass dabei!

Aber ich gebe zu: ein bisschen verrückt sind wir schon!

 

Die künftigen Rennberichte werden immer ca. 4 Tage nach dem Rennen abrufbar sein auf:  http://www.kappelermotorsport.wordpress.com

Nach wie vor freue ich mich über jedes einzelne Feedback von Eurer Seite. Ihr könnt mir dieses gleich auf der Website als Kommentar hinterlassen oder natürlich über E-Mail.

Herzliche Grüsse

Willy

Unsere immer aktualisierte Team-Website: https://kappelermotorsport.wordpress.com

Eine Antwort auf „Willy’s Rennbericht: VLN 3/2016 – Die Kerle an der Spitze sind (noch) zu schnell – Platz 6 Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Willy,

    sehr gut, weiter so! Ihr seid doch bei der Musik, die erste Geige dauert eben …
    Hut ab vor deinem Engagement und Willen, bei VLN 4 kann dir Patrick ja dann ordentlich Windschatten geben.

    Weiter viel Spaß und Erfolg.

    Viele Grüße

    Uwe

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