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Meistertitel 2015 in VLN Porsche Carrera Cup Klasse erreicht

Kappeler Motorsport, im zweiten Jahr auf Porsche in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) unterwegs, hat mit dem letzten Wertungslauf am 31. Oktober 2015 die Gesamtwertung in der starkumkämpften und beobachteten CUP2 Klasse gewonnen. Hierzu reichte ein dritter Platz in einem Abwechslungsreichen und an Spannung nicht zu überbietenden Rennen.

Training: Wie beim letzten Start vor zwei Wochen verspätete sich der Beginn der Rennsession wegen Nebels. Um 11.10 Uhr begann das um zwanzig, auf 70 Minuten, verkürzte Training. Kappeler Motorsport setzte sofort alles dran sich einen guten Platz in der Startaufstellung zu sichern. Mit einer Zeit von 8:34.032 erreichte das Team aus Baden-Württemberg den zweiten Startplatz. Eine gute Ausgangsposition für das Rennen.

Rennen: Die Rennleitung entschied am Morgen das die Renndistanz auf drei Stunden verkürzt wird. Harald Hennes (Eschweiler) wurde um 13.47 Uhr ins Rennen geschickt. In der ersten Kurve verbremste sich ein Kontrahent und drehte den an P1 gestarteten GetSpeed Porsche um. Hennes schob sich an der Unfallstelle vorbei und übernahm die Führung. Der Stint von Harald war alles andere als leicht. Auf der Strecke lieferte er sich einen erbitterten Kampf mit dem Team Landgraf und Huber. Positionen wurden verloren und gewonnen. Harald übergab den Porsche auf Platz eins liegend an Thomas Gerling (Uchte). Gerling gab alles. Machte Druck. Durch verschiedene Boxenstrategien der Teams wurden die Positionen hin und her getauscht. Kappeler Motorsport sammelte wieder Führungskilometer und fiel auch mal Plätze zurück. Thomas Kappeler (Bad Saulgau) fuhr den Schlussturn. Bei diesem ganzen Durcheinander schaffte es der Teamchef am Führenden Landgraf Porsche vorbei auf P1 zu fahren. Genau in diesem Moment, als er Position eins zurückerkämpft hatte, wurde das Rennen aufgrund des Nebels und Unfallserien durch die rote Flagge abgebrochen. Nervosität machte sich im Team breit. „Auf welchem Platz werden wir gewertet?“ war die bange Frage die in jedem Mitglied vorging. In so einem Fall werden zwei Runden zurückgerechnet. Pech für Kappeler Motorsport. Zu diesem rechnerischen Zeitpunkt lagen wir auf dem dritten Platz. Somit wird der dritte Platz gewertet. Rechenschieber, Tabelle herausgeholt und gerechnet. Erleichterung. Grinsen über das gesamte Gesicht. Es reichte. Klassenseig in der Jahresgesamtwertung der VLN Porsche Carrera Cup Klasse Cup2. Kappeler Motorsport mit den Fahrern Thomas Gerling, Harald Hennes und Thomas Kappeler – Meister!

 

 

 

 

Stimmen nach dem Rennen

Teamchef Thomas Kappeler: „Die Fahrer und das Team hat in der gesamten Saison einen sehr guten Job gemacht. Auf diese Truppe ist man als Teamchef sehr stolz. Das Auto funktionierte, ließ uns nie im Stich. Strategien haben gepasst und waren perfekt ausgearbeitet. Auch in diesem Rennen konnten wir wieder vorne mit bei der Musik spielen. Meine Aufholjagd war richtig spannend. Schade, dass das Rennen, als wir in Führung lagen, abgebrochen wurde – aber Sicherheit geht vor. Wir haben vor dem Rennen noch gezittert ob es mit dem Meistertitel klappen wird. Jetzt wissen wir, es hat gepasst. Unsere zweite Saison auf Porsche mit einem Meistertitel zu krönen ist Spitze. Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Nochmals Danke an das gesamte Team.

Harald Hennes: „Was für eine Dramaturgie im letzten VLN Lauf….. Morgens fragte ich mich: Kommen wir aufgrund des Nebels überhaupt zum Fahren??? Ich habe in meinem Stint gekämpft wie ein Löwe. Der Porsche neigte heute zum Übersteuern, was die Sache am Lenkrad nicht vereinfachte wenn man mit den Teilnehmern um Millimeter kämpft. Und der Abbruch, das mega Drama. In Führung liegend! Es werden zwei Runden zurückgerechnet. Reicht es? Während dieser Wartezeit war ich alles andere als Ruhig. Dann das Happy End. Wir sind Meister in der starkumkämpften Cup2 Klasse! Ein mega Erfolg mit unserer kleinen Mannschaft. Wir haben das unmögliche möglich gemacht. Ich bin stolz auf alle!!!

Thomas Gerling: „Heute hatte ich alles andere als Spaß im Auto. Das Handling war nicht so gut wie sonst und konnte den Vorteil der neuen Reifen nicht ausnutzen und habe richtig im Auto arbeiten müssen um die Zeiten mitzugehen. Ich muss mir jetzt vorstellen wenn RTR Teichmann, mit Menzel und Hennerici am Start gewesen wären, dann wäre es noch schwieriger geworden. Bin jetzt Glücklich und zufrieden. Zum Gewinn des Meistertitels einen Sieg als Abschluss, das wäre für unsere Fans und Partner richtig Klasse geworden – das i-Tüpfelchen auf unseren Erfolg. Hat nicht geklappt. Schade. Jetzt feiern wir den Meistertitel. Und Danke an Alle für die Unterstützung.“

 

Fazit der Saison 2015. Das Team hat immer wieder gepunktet. In der Saison ist das Fahrzeug lediglich einmal aufgrund einer gebrochenen Spurstange nicht ins Ziel gekommen. Die Fahrer sind mit Kopf gefahren, haben gepusht und in brenzligen Situationen zurückgesteckt. Immer im Hinterkopf das recht überschaubare Budget für ein kleines Privat-Team.

Die Zapfsäulen haben im Laufe der Saison ein Eigenleben geführt. Manche haben Rennen entschieden. Beim letzten Rennen hat die Zapfsäule eines Konkurrenten mehr Benzin ins Auto gepumpt wie hätte eigentlich in den Fahrzeugtank passen dürfen. Kontrahenten haben sich in ihren Meldungen auch mal bei den Startplätzen verschrieben. All diese Ereignisse brachten die drei erfahrenen Cup-Racer, die in verschiedenen Markenpokalen ihre Rennfahrerkarriere starteten, nicht aus der Ruhe. Aus dieser Erfahrung schöpfen sie den Erfolg. Und sie hatten auch Glück!

Jetzt am Ende der Saison heißt es Danke zu sagen. Das Team Kappeler Motorsport bedankt sich bei seinem direkten Kontrahenten mit dem sie um die Meisterschaft kämpften. Die beiden Fahrer im Porsche mit der 112, Christian Menzel und Marc Hennerici, sind nicht nur auf der Strecke fair mit den Fahrern von Kappeler Motorsport umgegangen. Ihr Team RTR Raceunion Teichmann hat uns in einer prekären Situation sogar mit Ersatzteilen ausgeholfen. Das ist im Motorsport nicht allzu üblich. Allerhöchsten Respekt. Solche Mitstreiter wünscht man sich. Das Team aus Bad Saulgau hofft das dieses Beispiel Schule macht.

Besonderen Dank an die Werbepartner. Sie standen dem Team Kappeler Motorsport in der VLN Saison 2015 immer zur Seite. Unterstützten es an der Strecke, begleiteten bei Erfolgen und bauten es beim Ausfall im sechs Stunden Rennen wieder auf. Sie sind ständig an Informationen vom Team interessiert und stehen auch abseits der Rennstrecke im ständigen Kontakt mit dem Team. Ohne diese Partner an der Seite kann man einen solchen Erfolg nicht erreichen.

Danke den Sportwarten, die bei jedem Wetter an der Strecke stehen und ein Rennen ermöglichen. Bei den Stamm Boxennachbarn AutoArenA Motorsport und Sing Motorsport. Immer untereinander aushelfend, lustig und man sprach sich untereinander ab. Das Team bedankt sich bei allen Helfern im und rund ums Team, die an diesem Erfolg beteiligt sind. Auch unseren Fans, die uns an der Strecke oder zu Hause verfolgen sagen wir Dankeschön. Und nicht zu vergessen bei den Familien der Teammitglieder, die so einige Tage auf ihren liebsten Verzichten.

Nun geht es in die Vorbereitungen für die Saison 2016! Und auf die freuen sich bereits alle.

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