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Mit Leihwagen zum Sieg

So ganz locker war Willy Hüppi (Schweiz) nicht, als er sich nach seinem unverschuldeten heftigen Überschlag beim letzten Lauf zum Opel Astra OPC Cup, zum neunten Lauf am 17.Oktober 2015, wieder in einen Rennwagen setzte. Mit der Unterstützung von Alexander Schula (Hattersheim) fuhren die beiden Fahrer von Kappeler Motorsport mit einem geliehenen Opel Astra zum Sieg.

Eine kurze Rückblende. Beim achten Lauf wurde der knallgelbe Burkhalter-Generali Astra mit der Startnummer 339 so stark beschädigt, dass ein Wiederaufbau nicht mehr in Frage kam. Ein Fahrer aus der RCN-Serie (Rundstrecken-Challenge-Nürburgring) erklärte sich in dankenswerter Weise bereit, sein Fahrzeug den beiden gebeutelten Protagonisten auszuleihen.

Training: Das Training am Morgen begann, aufgrund von Nebel mit einer Verspätung von ca. 45 Minuten, bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Trotz eines Lochs im Ladeluftkühler und dem damit verbundenen Leistungsverlust erreichten Willy und Alex P2. Der Rückstand auf P1 betrug lediglich 0,932 Sekunden.

Rennen: Die Startampel schaltete um 12.30 Uhr auf grün. Temperaturen immer noch nahe dem Gefrierpunkt. Eiskalt. Alex Schula übernahm die Rolle des Startfahrers. Während der Anfangsphase lieferte er sich mit Moritz Oestreich einen harten Zweikampf. Zum Boxenstopp rollten die beiden Erstplatzierten im Formationsflug in die Boxengasse. Willy Hüppi übernahm, ein wenig nervös, den Astra. „Meine ersten Rennrunden waren etwas verkrampft.“ So der Schweizer nach seinem Einsatz. Im Laufe des Rennens kehrte bei Willy aber die Ruhe zurück und er fuhr konstant gute Rundenzeiten, mittlerweile an Platz eins liegend konnte er den Puffer zu den Verfolgern gar vergrößern. Das Team gab den ersten Platz bis zur Zielflagge nicht mehr her.

Aussichten: Durch den Sieg in der Opel Astra OPC Cup Klasse verbessern sich die beiden in der Meisterschaftstabelle wieder vom sechsten auf den vierten Platz. Auch die Favoriten hatten mit technischen Problemen oder Unfällen zu kämpfen. Der letzte Lauf wird erst die Entscheidung in Sachen Meisterschaft bringen. Die ersten vier Plätze liegen punktemäßig sehr eng zusammen. Das Gespann Hüppi/Schula trennen 7 Punkte von der dritten und 24 Punkte von der zweiten Position. Rechnerisch können die beiden sich noch den Meisterschaftstitel erkämpfen.

Stimmen nach dem Rennen:

Teamchef Thomas Kappeler: „Es freut mich das Willy und Alex die Pechsträhne mit einem Sieg beendet haben. Großartige Leistung, vor allem wenn man daran denkt, erst der Überschlag im letzten Rennen und jetzt mit einem geliehenen Rennwagen. Glückwunsch an Platz eins.“

Willy Hüppi: „Zuerst Danke an unsere großartige Boxencrew. Thomas Koch und Jens Gaida haben ein paar Tage vor und auch während des Rennens hervorragende Arbeit geleistet und den Astra perfekt auf unseren Einsatz umgebaut. Nachdem mein Team etwas Überzeugungsarbeit geleistet hat, wollte ich auch so schnell wie möglich wieder in ein Rennauto steigen um das Geschehene zu verarbeiten. Das mir das dann mit einem Sieg belohnt wurde, kann ich kaum glauben.“

Alex Schula: Ich freue mich nach so einer langen Durststrecke so sehr über diesen Sieg, das kann man sich gar nicht vorstellen. Ich möchte mich auf diesem Wege erst mal richtig bei meinem verrückten Teamkollegen Willy bedanken, der nach so einem Unfall alles daran gesetzt hat, wieder im Auto zu sitzen. Großen Dank auch an unser Kappeler Motorsport Team, die alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, einen neuen Opel an den Start zu bringen. Und zuletzt an unsere großartige Schrauber- Mannschaft unter der Leitung von Thomas Koch und Jens Gaida, die bis spät in der Nacht am Rennwochenende unsere Wünsche am Fahrwerk verwirklicht haben. Zum Renngeschehen: Ich habe noch nie so viel Schrott und Ölbindemittel in einem Rennen gesehen. Die Strecke war wegen dem leichten Nebel und der Kälte etwas schwierig für uns, da wir große Probleme hatten, die Hinterräder auf Temperatur zu halten. Der Zweikampf mit Moritz (ein sehr guter Fahrer) hatte richtig Spaß gemacht. Aber jetzt schauen wir zum letzten Lauf in vierzehn Tagen. Bei dem neuen Punktestand im Opel Astra Cup kann es nur heißen: „Volle Attacke.“

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